Ich bin recht viel unterwegs. Manchmal halte ich Vorträge, besuche Konferenzen oder einfach nur Freunde. Dafür muss ich Bahn fahren, seltener Auto und ganz selten benutze ich ein Flugzeug. Mir ist klar, dass ich in einer verdammt privilegierten Situation bin, durch die Welt reisen zu können, Menschen zu treffen und bei Vorträgen ein Publikum zu erreichen. Ich habe das Glück, das meine Reisen im Regelfall von anderen bezahlt werden – den Veranstalterinnen und Veranstaltern von Vorträgen. Manchmal ist auch noch ein Honorar drin und ganz manchmal sogar ein echtes Bett und keine Couch. Auf dem Boden werde ich nicht mehr schlafen – mein Rücken verzeiht mir solche Sachen nicht mehr.

Es ist nicht immer leicht mit mir. Es ist auch nicht immer leicht mit den Veranstalterinnen und Veranstaltern. Und gar nicht leicht ist es mit den Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn. Mit Bahnhöfen. Flughäfen. Mitfahrgelegenheiten. Es ist machmal so dermaßen Absurd. Es fällt mir schwer, dass Schöne herauszuarbeiten, dass mein Aktivitäten mit sich bringen: Menschen treffen, für mich neue und alte Städte besuchen und durchaus eine gute Zeit zu verbringen. Ein Leben zwischen Bahnhkaffee, Butterkuchen im ICE und fancy Restaurants. Leben aus dem Rucksack und die entspannte Dusche, wenn ich wieder nach Hause komme.

Ich möchte das alles nicht mehr missen. Ich möchte nur, dass es manchmal ein bisschen weniger Anstrengend ist. Und ja, ich habe mir das ausgesucht. Ich bin hin und her gerissen. Einerseits will ich meine Ruhe, andererseits ist es wundervoll, dass ich Reisen kann und darf.

Ich hoffe, dass ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen kleinen Einblick in meinen Alltag neben der normalen Arbeit geben kann. Ich hoffe, dass Sie es mir nicht übel nehmen, wenn ich mal wieder auf Twitter über die Verkehrsmittel schimpfe – ich verbringe einfach zu viel Zeit darin.